Okt 19 2021
COVID-19 Maßnahmen: Deutsche wollen weiteren Lockdown unbedingt vermeiden
  • Schulschließung als „ultima ratio“ – selbst bei Überlastung des Gesundheitswesens
  • Zunehmende Spaltung der Gesellschaft: Druck auf Ungeimpfte steigt
  • Deutsche priorisieren Schutz der Wirtschaft über weitere Corona-Maßnahmen

München, 19. Oktober 2021 – Die klare Mehrheit der Deutschen will laut einer repräsentativen Umfrage unbedingt weitere einschneidende Corona-Maßnahmen vermeiden, selbst im Falle einer weiteren Welle, die das Gesundheitssystem überlasten könnte. „Wir wollen unser Leben zurück“ – das ist nach mehr als anderthalb Jahren Corona-bedingter Einschränkungen die zusammengefasste Aussage der deutschen Bevölkerung in der neunten internationalen COVID-19-Umfrage der strategischen Kommunikationsberatung Kekst CNC.

Um einen weiteren Lockdown zu verhindern und die Einschränkungen im gesellschaftlichen und beruflichen Leben so gering wie möglich zu halten, unterstützen die Deutschen auch Schutzmaßnahmen wie Maskenpflichten und haben eine hohe Bereitschaft zu einer Nachimpfung. Gleichzeitig zeigt sich, dass Impfverweigerern zunehmend weniger Toleranz entgegengebracht wird.

Schulschließungen als „ultima ratio“

Selbst wenn Krankenhäuser durch eine Vielzahl von COVID-Patienten an die Überlastungsgrenze stoßen, fordern 82% der Deutschen, dass die Schulen geöffnet bleiben. Darunter auch diejenigen, die keine eigenen Kinder haben. Ebenso lehnen selbst im Falle einer Überlastung der Kliniken über 75% der Befragten eine weitere Schließung von Geschäften ab. Knapp 80% fordern, dass es keine Beschränkungen bei privaten Treffen mit Personen aus anderen Haushalten mehr geben darf. Im Gegenzug sind 57% der Deutschen bereit, in geschlossenen Gebäuden weiterhin Masken zu tragen.

Schulschließungen sind die “ultima ratio”, selbst wenn Krankenhäuser überlastet sind.

Spaltung der Gesellschaft – Druck auf Ungeimpfte steigt

Die Sorge vor einem weiteren Lockdown führt inzwischen zu einer deutlichen Spaltung der Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte. Knapp die Hälfte der Deutschen (46%) würden in der Sorge, im Büro auf ungeimpfte Kollegen zu treffen, weiterhin gerne nur aus dem Home-Office arbeiten. Für knapp die Hälfte (48%) der arbeitenden Bevölkerung steigt dagegen die Bereitschaft, in das Büro zurückzukehren, wenn das Unternehmen die Belegschaft zu Impfungen verpflichtet. Die Spaltung der Gesellschaft zeigt sich auch im privaten Bereich: rund ein Drittel würden sogar Freundschaften mit Ungeimpften aufkündigen und sind nicht mehr bereit, sich mit Ungeimpften im privaten Rahmen zu treffen. Um einen weiteren Lockdown zu verhindern, würden 80% der Deutschen auch eine dritte Nachimpfung durchführen lassen. Nur 10% würden diese ablehnen. Um jedoch die Wirksamkeit von Apps zur Nachverfolgung des Virus durch gelockerten Datenschutz zu erhöhen, zeigen die Deutschen keine Bereitschaft: 73% sagen, die Datenschutzbestimmungen sollten beibehalten, wenn nicht sogar verschärft werden; nur 16% würden einer Lockerung der Datenschutzbestimmungen zustimmen.

Wirtschaft muss geschützt werden

Die Ablehnung weiterer Lockdown-Maßnahmen zeigt sich auch in der Sorge der Deutschen um die wirtschaftliche Lage des Landes. Wollten zu Beginn der Corona-Pandemie noch 54%der Deutschen vor allem die Ausbreitung des Virus verhindern und nur 26% die Wirtschaftskraft erhalten, so hat sich diese Schere inzwischen geschlossen. Heute liegen diese Werte mit jeweils 40% gleichauf.

 

Methodik

Die zu Grunde liegende Umfrage ist repräsentativ. Sie wurde im Zeitraum vom 28. September bis zum 5. Oktober 2021 unter jeweils 1.000 Erwachsenen in Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich, Japan und den USA durchgeführt. Die maximale Abweichung der Stichprobenergebnisse von den realen Werten in der Grundgesamtheit (Fehlergrenze/ Margin of Error) beträgt +/- 3,3%. Das Auswahlverfahren erfolgte nach Quoten und Gewichtung von Geschlecht, Alter und Region in jedem Land.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier

 

Über Kekst CNC

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